Raus aus dem Winterquartier

Raus aus dem Winterquartier

Der Winter ist vorbei. Die Tage laden uns zum Verweilen im Garten ein. Häufig in Gesellschaft von südländischen Pflanzen. Für die steht jetzt ein Ortswechsel bzw. ein Pflegedurchgang an. Was ist dabei zu beachten?

Das Auswintern robusterer Pflanzen wie Oliven, Oleander, Zitrusarten, Hanfpalmen, Lorbeer, Mittelmeerschneeball usw. sollte an trüben Tagen erfolgen. Zusätzlich werden die Pflanzen für einige Tage in den Schatten gestellt oder mit Gartenvlies vor starker Sonne geschützt. Sie müssen sich erst an die intensive Einstrahlung gewöhnten. Wird es nochmals kalt, die Pflanzen ans Haus rücken und mit Vlies abdecken. Empfindlichere Gewächse sollten noch bis Anfang Mai im Warmen bleiben.

 

Viel dieser Terrassenpflanzen werden mit den Jahren recht groß. Was kann man da was tun?

Man kann die Triebe von Zitronen, Oliven usw. um ein Drittel einkürzen. Zusätzlich entfernt man unschöne Stellen und vertrockneter Astpartien und lichtet die Kronen etwas aus.
Pelargonien Stämmchen, Fuchsien, Wandelröschen usw. werden bereits im Februar stärker zurückgeschnitten, dann hell und warm gestellt um einen gesunden Neuaustrieb zu bekommen.

 

Muss man Kübelpflanzen umtopfen?

Alle paar Jahre sollten Sie Ihren Kübelpflanzen frische Erde gönnen. Ideal sind Substrate mit Lavabruch oder Blähtonstücken, da diese kaum zusammensacken. Beim Gärtner gibt es spezielle Kübelpflanzenerden. Der neue Topf sollte ca. 10 Prozent größer im Durchmesser sein und natürlich am Boden ein Wasserabzugsloch haben. Unten kommt etwa Kies oder Topfscherben als Dränage rein, darüber etwas neue Erde und dann die Pflanze.
Wenn geht, sollte man den Erdballen mit einem scharfen Messer etwas verkleinern oder zumindest an den Rändern gut auflockern. Die Pflanze mittig stellen und mit neuer, nährstoffreicher Erde sorgfältig auffüllen. Oben im Topf muss ein Gießrand bleiben, der mehrere fingerbreit ist um ausreichend Wasser aufnehmen zu können.

 

Muss man bei den Töpfen was beachten?

Tontöpfe legen mit der Zeit Algen an und es kommt zu weißen Salzausblühungen. Wenn das stört, lässt man die Pflanzen in große Kunststofftöpfe, die man in einen passenden Dekotopf stellt. Das hält auch den Wurzelballen bei großer Hitze kühler.
Wie sieht es mit Wasser und Dünger aus?
Mit zunehmenden Licht und Wärme benötigen die Pflanzen jetzt vermehrt Wasser und Nährstoffe. Kleine Pflanzen kann man ruhig gelegentlich für ein paar Minuten mit dem ganzen Topf ins Wasser stellen. So saugt sich der Erdballen gut mit Wasser voll. Größere Pflanzen immer durchdringend gießen! Das reicht im Frühjahr dann 2 – 3 Mal pro Woche. Bei sommerlicher Hitze braucht es natürlich mehr Wasser.
Zur Düngung eignen sich Langzeitdünger, wie es sie beim Gärtner gibt. Oder sie fügen bei jedem Gießgang eine niedrige Menge Flüssigdünger dem Gießwasser bei. Bis Ende August braucht es diese Versorgung.

 

Was ist sonst noch zu beachten?

Kontrollieren Sie auf Schädlings. Blattläuse, Weiße Fliege, Schildläuse, Wollläuse, Spinnmilben und Thripse überwintern an den Pflanzen. Klebrige Blätter oder gesprenkeltes Laub weisen auf Schädlinge hin. Dann sollte man jetzt zu Gegenmaßnahmen greifen. In den meisten Gärtnereien gibt es dazu die Bio-Mittel Neem, Kaliseifen-Präparate und Rapsöl-Präparate mit denen man gute Erfolge erzielt.
Wollläuse oder Schildläuse ist schwieriger zu behandeln. Diese muss man vorsichtig abkratzen und die Stellen mit selbst gemachter Spiritus-Lösung aus 1 lt. Wasser, 5 ml Spiritus, 1 Teelöffel Schmierseife und 1 Teelöffel Essig besprühen.

 

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